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Allgemeines zum Verfahren

Wer hat die Insolvenz wo und wann angemeldet?
Der Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung wurde vom Geschäftsführer Dr. Jan Schlenker gestellt, der seit Anfang Oktober interimistisch die Geschäfte führt. Dies ist am 12.11.2019 am Amtsgericht Montabaur geschehen. Zwischenzeitlich liegt ein Beschluss des Amtsgerichts Montabaur über die Einsetzung des vorläufigen Sachwalters und Gläubigerausschusses vor.

Was bedeutet eine Insolvenz ganz konkret? Wer führt die Geschäfte ab dem Zeitpunkt der Insolvenzanmeldung bei Gericht?
Bei einer Insolvenz in Eigenverwaltung bleibt die Geschäftsführung des Unternehmens im Amt und darf selbst die Instrumente des Insolvenzverfahrens nutzen. Unterstützt wird die Geschäftsführung von den Generalbevollmächtigten Stefan Denkhaus und Friedemann Schade (BRL).

Vom Gericht zusätzlich bestellt ist der vorläufige Sachwalter, ähnlich einem Aufsichtsrat. Hierbei handelt es sich um Dr. Rainer Eckert (ECKERT Rechtsanwälte). Er ist, wie Stefan Denkhaus und Friedemann Schade, langjähriger Sanierungsexperte mit Erfahrungen im Klinik-Sektor. Unter anderem ist Eckert verantwortlich für die erfolgreiche Sanierung der Paracelsus-Kliniken und der Katharina Kasper ViaSalus GmbH.

Warum hat sich KKL für eine Insolvenz in Eigenverwaltung und nicht ein reguläres vorl. Insolvenzverfahren entschieden?
Mittels eines solchen Verfahrens bleibt die grundsätzliche Verantwortung bei der bisherigen Geschäftsführung. So wird sichergestellt, dass das unternehmerische Wissen im Betrieb verbleibt. Gleichzeitig unterstreicht es, dass das Insolvenzgericht der bisherigen Geschäftsführung zusammen mit den Generalbevollmächtigten die Sanierung zutraut.

Wie lange dauert ein Insolvenzverfahren?
In aller Regel dauern Verfahren für Krankenhausträger meist zwischen 6 und 9 Monaten.

Was hat die Insolvenz für eine Auswirkung auf den aktuellen Betrieb des Krankenhauses/der Standorte?
Keine. Der Betrieb geht regulär weiter.

Wie konnte es zur Insolvenz kommen?
Die Kosten sind kontinuierlich stärker gestiegen als die Erlöse, dadurch ist das operative Betriebsergebnis deutlich geschrumpft; zusammen mit den sonstigen Aufwendungen ergaben sich damit die Verluste. Zudem wirken sich die gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen nachteilig für kleinere Krankenhäuser aus.

Wer genau ist insolvent - das St. Elisabeth Krankenhaus Lahnstein? Oder die Katholischen Kliniken Lahn GmbH mit ihren beiden Standorten in Bad Ems und Nassau?
Ausschließlich die Katholischen Kliniken Lahn GmbH ist betroffen. Das St. Elisabeth Krankenhaus Lahnstein mit den MVZ Mühlbachtal und Lahntal ist nicht insolvent.